Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum

Oberviechtach

Das Museumsprogramm bietet ein breites Angebot an Workshops, Kursen, Bastelrunden und Führungen zu interessanten Themen für Kinder und Erwachsene.


Die Schusterwerkstatt der Abteilung „Handwerk und Hausnamen“ hatte es den Lehrern besonders angetan. Bild: lg

Geschichte auch als Puzzle interessant

Lehrkräfte des Ortenburg-Gymnasiums im Doktor-Eisenbarth-Museum in neue Pädagogik eingeweiht

Oberviechtach. (lg) Die einstige Marktmühle mit ihrer angeschlossenen Bäckerei war bereits zu Zeiten dieser traditionellen handwerklichen Nutzung dieses Anwesens ein Treffpunkt für Menschen. Heute ist dort das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum untergebracht, das mit seinem angeschlossenen Kulturzentrum ebenfalls zu einem Kommunikationsmittelpunkt geworden ist. Darauf verwies Theresia Bauer, als sie Lehrern des Ortenburg-Gymnasiums bei einer Fortbildungsveranstaltung diese Einrichtung vorstellte. Zusammen mit Rektor Siegfried Bräuer, der sich seit 2004 der Museumspädagogik verschrieben hat, präsentierte sie ein pädagogisches Programm, das speziell auf die Lehrpläne des Gymnasiums ausgerichtet war. Nachdem Bräuer in einer Präsentation die sechs Museumsabteilungen vorgestellt hatte, zeigte Theresia Bauer bei einem Rundgang die methodischen Möglichkeiten auf, mit denen die Schüler motiviert werden können. So dürfen diese beispielsweise in der zuletzt eröffneten Abteilung „Handwerk und Hausnamen“ Gerätschaften zuweisen oder sich an einem Puzzle versuchen. Handwerk, Dialekt und Sozialleben sind in dieser Abteilung einzigartig vereint. Medien-Stationen, Ausstellungen und Workshops gehören zu den Formen der Vermittlung innerhalb des Museums. Für die Geschichtslehrer war es sehr anregend, als sie am Schluss der Veranstaltung in ein „Schatzkästlein“ von Siegfried Bräuer greifen durften und Überraschungsgegenstände wie beispielsweise eine Star-Stich-Nadel, eine Münze, ein Farbfläschchen, eine Fotographie oder ein Gebetbuch hinsichtlich der historischen Bedeutung bewerten durften. Die Fachbetreuerin für Geschichte, Susanne Kiowski, bedankte sich abschließend bei den beiden Referenten. Sie selbst durfte eine „Urkunde“ siegeln – auch eine interaktive Tätigkeit, die für Schüler immer eine freudige Überraschung darstellt.

Quelle: Zeitungsbericht in "Der neue Tag, Grenz-Warte", 25. Januar 2017


Startschuss für ein neues museumspädagogisches Programm für Kindergärten und Grundschulen - Kinder für Geschichte begeistern

 
"Da ist der Marktplatz und hier geht es zur Schule!" Interessiert betrachteten die Viertklässler die Häuserreihen von Oberviechtach aus der Zeit, als es noch eine Stadtmauer gab. Bild: slu

Oberviechtach. (slu) Der Startschuss für ein neuesmuseumspädagogi- sches Programm für Kindergärten und Grundschulen ist gefallen. Ziel ist ein konkreter Bezug zum Lebensumfeld mit tiefen Einblick in die Stadtgeschichte. Interaktives Anschauungsmaterial und Rätsel halten das Interesse wach.

Im Museum erfuhren die Kinder einen konkreten Bezug zu den im Klassenverband vorab vermittelten Fakten zu ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Zum Beispiel hörten sie die wichtigsten sowie spannende Sequenzen zur Geschichte Oberviechtachs, unterzogen den Brief zum Marktrecht einer eingehenden Betrachtung und lösten an einer Rätselwand Fragen zu handwerklichen Gegenständen.

Unterbrochen von einer Pause von zehn Minuten dauerte das Angebot zweieinhalb Stunden. Die ganze Zeit waren die Schüler konzentriert und motiviert bei der Sache. Der Kontakt zur Schule und der Lehrkraft Anita Mayer war schon geraume Zeit vorher hergestellt worden, nachdem Theresia Bauer Rektor Rudolf Teplitzky ihr Konzept präsentiert hatte und bei ihm nicht zuletzt auch in seiner Funktion als Beiratsmitglied des Museumsvereins offene Ohren vorgefunden hatte. Dies war der Beginn einer Reihe von Informationsveranstaltungen, die Theresia Bauer in den umliegenden Schulen der Landkreise Schwandorf und Cham vornehmen wird. Neben dem lehrplanbasierten museumspädagogischen Programm ist künftig auch vorgesehen, jeweils kindgerechtes Begleitmaterial für die wechselnden Ausstellungen zu erstellen.

Ziel: Themenmuseum

Mit dieser Vorgehensweise, bei der es sich um moderne museale Vermittlungsstrategien handelt, möchte sich das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum einen breiten Interessentenkreis erschließen und sich einen Namen als zeitgemäßes Themenmuseum machen. Alle interessierten Schulen und Lehrkräfte können mit Theresia Bauer Kontakt aufnehmen und einen Termin vereinbaren.
Quelle: "Der neue Tag", 26.11.2015, Seite 31

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